Der gleichnamige Hashtag, wie die Überschrift, bringt mich immer wieder zum Schmunzeln. Wäscheberge, dreckiges Geschirr als Imitation des Turm von Pisa, verkrümelte Fußböden und vieles mehr was uns im täglichen Leben begleitet. Es ist auf jeden Fall ein Dauerthema und ob wir wollen oder nicht müssen wir uns damit auseinandersetzen.

Obwohl ich Pläne liebe erledige ich die Aufgaben im Haushalt eher nach Gefühl. Ich vermeide es mich davon stressen zu lassen, auch wenn ich es gerne aufgeräumt und sauber habe. Falls mir die “Baustellen” über den Kopf wachsen habe ich mit meinem Mann die Vereinbarung, dass ich Dinge die er übernehmen soll, auf eine Liste schreibe. Diese Punkte arbeitet er dann zeitnah ab was mir eine große Erleichterung ist. Er packt auch sonst mit an. Leert mal die Spülmaschine, setzt eine Wäsche an, bringt den Müll zum Wertstoffhof und übernimmt oft das Vesper vorbereiten für die Kinder, was mir einen entspannteren Morgen beschert. Diese Aufteilung passt für uns beide. Ich weiß dass er mich tatkräftig unterstützt, wenn ich es brauche und ansonsten bemühe ich mich alles zu wuppen.

Teamwork

Vor einigen Monaten sind wir dazu übergegangen auch die Kinder mit einzubeziehen und feste Aufgaben zu vergeben. Ich hätte unsere Jüngste (3 Jahre alt) noch außen vor gelassen, aber sie bestand darauf auch mithelfen zu dürfen. 🙂 Am Anfang wechselten die Aufgaben wochenweise. Einer ist dafür verantwortlich dass die Wasserflaschen am Tisch gefüllt sind, einer kümmert sich ums Tiere füttern und einer übernimmt das Geschirr abdecken. Das war für mich die entspannteste Variante, weil ich wusste das ich mich um diese Aufgaben nicht kümmern muss und es ausblenden konnte.

Immer mehr war es den Kindern aber zu lange und öde ihre Aufgabe eine ganze Woche machen zu müssen. Wir ließen uns darauf ein und sammelten gemeinsam mehr Aufgaben die von den Kindern erledigt werden können. Diese fragen wir jetzt (im Idealfall) jeden Tag ab und jedes Kind sucht sich eine Aufgabe für den Tag aus. So ist die Organisation zwar aufwendiger, aber die Kinder sind mit mehr Muse bei der Sache.

Das ist die aktuelle Aufgabenliste für unsere drei Kinder.
Diese Aufgaben sind für jedes Kind täglich dran.

Meine Sorge am Anfang war, dass es mehr Arbeit sein wird die Kinder dazu zu ermutigen die Dienste auch zu machen, als die Dinge selbst zu erledigen. In unserem Fall ging es einigermaßen reibungslos, aber ich bin überzeugt dass sich der Aufwand lohnt, wenn der Anlauf zum selbstständigen erfüllen der Aufgaben länger dauert. Es ist nicht nur eine Entlastung für uns, sondern auch ein wichtiges Lernfeld für die Kinder.

Blick in die Zukunft

Ich habe mal mit sechs jungen Frauen in einer WG gelebt. Es war deutlich zu merken wer bereits Erfahrung mit den täglich anfallenden Aufgaben hatte und wer sich damit schwer getan hat. Es ist befreiend, wenn man später auf eigenen Beinen steht und sein Leben gestaltet und einem die häuslichen Aufgaben leicht von der Hand gehen. Da warten genug andere Herausforderungen “draußen” mit Arbeit & Co. auf unsere Kinder als junge Erwachsene. Umso wertvoller ist es, wenn wir diesen Bereich nicht schleifen lassen und unsere Kinder alters- und kindgerecht mit einbeziehen. Dadurch lernen sie was zutun ist und es gehört für sie mit zum Alltag.

Welche Aufgaben kommen für mein Kind in Frage?

Über Pinterest bin ich auf der Suche nach einem übersichtlichen System für die Dienste auf eine Aufstellung gestoßen. Daniela von dem Blog “Liebe und Hirn” hat sich die Mühe gemacht und mögliche Tätigkeiten der Kinder im Haushalt nach Alter aufgestellt. Diese Grafik kann uns Anhaltspunkte geben welche Aufgaben für Kinder altersgerecht wären. Natürlich muss jede Familie individuell schauen was zu ihnen passt und was sie davon übernehmen möchten. Nicht alle Aufgaben müssen übernommen werden oder gar mit jedem Alter hinzukommen. Es soll nur eine Idee geben.

Die Infografik habe ich von der lieben Daniela (Blog: Liebe und Hirn) zur Verfügung gestellt bekommen. Danke!

Es sind also zwei Paar Schuhe: wie wir selbst den Haushalt managen und uns mit unserem Partner zusammentun und wie wir unsere Kinder dabei einbeziehen wollen und damit auch ausrüsten für ihre Zukunft. Beides muss sicher immer wieder angepasst werden an die Familiensituation. Ich wünsche dir, dass deine Familie ihren Weg findet und ihr dabei auch ein bisschen Spaß haben könnt!

Das liebe Kinderzimmer …

Wenn wir schon bei dem Thema sind möchte ich noch ein paar Tipps zum Thema “Zimmer aufräumen” loswerden.

Ich habe aufgegeben dass jeden Abend das Zimmer aufgeräumt sein muss. Das wäre mein Wunschdenken, aber es verursacht mehr Stress als alles andere. Unsere Kinder teilen sich ein Zimmer, sodass es tatsächlich auch nicht so leicht ist rauszufinden wer welchen Haufen wieder zurück räumen müsste … Hier also unsere Strategien, wenn es doch mal dran ist etwas Ordnung zu schaffen:

  • Wenn man mit einer Sache fertig ist wird direkt zurückgeräumt. (Schöne Grundregel, klappt aber nicht so gut im Kinderzimmer.)
  • Aufräumkrone (Idee von unseren Nachbarn): Alle fleißigen Helfer bekommen nach ihrem Einsatz eine Krone auf die Hand gemalt.
  • Musik aufdrehen und 5 Minuten Turbo aufräumen.
  • Jeder nimmt 10 Sachen und räumt sie auf.
  • Jeder übernimmt eine Kategorie (Lego, Malsachen, Arztkoffer, Bücher …)

… und wenn gar nichts mehr hilft kehre ich alles auf dem Boden zusammen; lege es in einen Korb und was am Abend noch im Korb ist kommt weg.

Hast du noch gute Tipps zum Aufräumen oder zur Haushaltsaufteilung? Schreib es gerne in die Kommentare!