Die letzten Wochen waren wirklich Ausnahmezustand. Bei uns sind jetzt noch Pfingstferien und nächste Woche geht die Schule, zumindest wieder an vereinzelten Tagen, weiter. Obwohl es sich etwas wie das Ende der Coronazeit anfühlt, gibt es weiterhin Beschränkungen. Man muss achtsam bleiben und verantwortungsvoll mit der eigenen Gesundheit und der unserer Mitmenschen umgehen.

Der Kindergarten läuft bei uns wieder seit ein paar Wochen und eigentlich hatte ich erwartet dass es mir wieder mehr Zeit schenkt. Aber dem ist nicht so. Ich habe während der Quarantäne oft bis 0:30 Uhr noch Dinge erledigt und am Schreibtisch gesessen. Zeit für mich genossen, mit meinem Mann gesprochen oder Ideen und Aufgaben für meine Gemeinde umgesetzt, in der ich als Bereichsleitung Verantwortung trage. Mit wieder hochfahrenden Terminen und dem Wiedereinstieg in einen gesonderten Stundenplan merke ich dass ich langsamer machen muss. Meine Ressourcen anders einteilen muss. Es kostet Kraft die ganzen Übergänge neu zu gestalten und sich als fünfköpfige Familie zurechtzufinden. Die Kinder brauchen wieder mehr Begleitung in dieser ungewohnten Situation mit geteilten Klassen. Ich möchte wichtige Punkte für meine Teams in der Gemeinde umsetzen bevor die Gottesdienste wieder normal weiterlaufen und den Mamas von meinen MamaHerzGruppen zur Seite stehen.

Für diese Menschen und Projekte möchte ich Zeit haben die gerade meine Aufmerksamkeit brauchen. Auch wenn ich faktisch wieder mehr Zeit ohne meine Kinder haben werde, weiß ich, dass nicht viel davon übrig bleiben wird in den nächsten Wochen, in denen ich auch einen freien Kopf haben werde. Deswegen möchte ich den Blog gerne für den Rest vom Juni pausieren. Das klingt sicher banal, aber mir fällt das sehr schwer. Drei Wochen Pause fühlen sich lang an und den Satz “Das ist mir zuviel.” verwende ich nur sehr ungern und sehr selten. Ich möchte lieber ein Projekt ruhen lassen, bevor ich zu schlapp für meine restlichen Aufgaben bin … Es macht mir viel Freude hier mit dir meine Gedanken und Überzeugungen zu teilen und ich freu mich darauf wenn es weitergehen kann. Dann ist mein Blog sogar schon ein Jahr alt!

Mothearthood. Mama sein mit Herz und ein Herz für Mamas. Eine Herzensangelegenheit für mich. Ich werde die Pause auch nutzen um Dinge vorzubereiten und mich weiter zu schulen. Lernen ist was Tolles. Als Kind wollte ich immer Erwachsen sein um “fertig” zu sein. Jetzt merke ich, dass die Schönheit daran liegt, dass es immer weitergeht und man sich aussuchen kann in welche Richtung man sich ausstrecken möchte. So kann es aber in meinem Tempo sein, wie ich es gerade schaffe und nicht mit einem Veröffentlichungsdatum im Hinterkopf. Den Stress mache ich mir übrigens nur selber, das gehört zu meiner Gewissenhaftigkeit. Segen und Fluch. 😉

Ich wollte dir gerne erzählen wie es mir gerade geht und vielleicht zieht Jemand etwas davon für sich raus. Zumindest wollte ich meine Pause nicht nur als Randnotiz verkünden, sondern sagen wie es dazu kommt. Kann gut sein, dass ich im Sommer nochmal eine Pause mache; für den Urlaub und Familienzeit in den Ferien. Aber diesmal fühlt es sich anders an. Ernster.

Ich wünsche dir viel Kraft und Frieden für die kommenden Wochen! Auch als “Nicht-working-Mom” darf man manchmal nicht wissen wo oben und unten ist. Wir müssen alle ab und zu innehalten und zur Ruhe kommen. 2020 bleibt herausfordernd. Ich wünsche dir erfrischende Oasen im Alltag und Zeit zum Genießen! Allen die Arbeit und Familie gerade immer wieder neu ausbalancieren müssen wünsche ich zusätzlich ein besonders starkes soziales Netzwerk und emphatische Kollegen und Arbeitgeber. Ganz viel Halt von ganz oben …

You can do anything, but not everything.

David Allen